Guest Post – Marillenknödel mit Topfenteig

Summer is finally here which means the gorgeous summer fruits have made their market stalls appearance. This week, our guest Hans shares a traditional Austrian dish that uses apricots as main ingredient. I have been able to taste it last weekend, it simply is succulent. Enjoy and thanks to Hans for this wonderful recipe! 

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Die Marille ist die österreichische Bezeichnung für Aprikose. Speziell in der Wachau, eine Gegend an der Donau auf halber Strecke zwischen Linz und Wien findet sich ein großes Anbaugebiet mit geschützter Herkunftsbezeichnung für die dort produzierten Marillensorten.

Marillenknödel werden in Österreich als Dessert gereicht aber im Land der Mehlspeisen auch zur Mittagszeit als Hauptgericht verzehrt, ähnlich wie Kaiserschmarrn oder Apfelstrudel.

Zur Herbstzeit gibt es eine Variante als Zwetschgenknödel mit gleicher Rezeptur.

In meiner Familie, die verschiedene Traditionen aus der deutschen und österreichischen Herkunft zusammengeführt hat, gibt es die Variante zu Mittag vor den genannten Mehlspeisen ein Teller deftige, fleischlose Bohnensuppe mit Sahne zu essen.

Für die Anfertigung der Marillenknödel (8-10 Knödel) benötigen wir folgende Zutaten:

– 8 mittlere oder 10 kleinere Aprikosen, nicht zu reif und weich

– 250 g Quark, Stoffi oder Fromage blanc

– 120 g glattes Mehl

– 50 g Weizengries

– 1 ganzes Ei

– 2x 50 g Butter

– Salz

– Rohrzuckerwürfel

– 100 g Semmelbrösel

– 40 g Rohrzucker

Zur Vorbereitung den Quark – wenn nötig – entwässern, indem man ihn auf Küchentücher kippt.

Zunächst das Mehl und Gries zusammen in eine Rührschüssel geben, dann mit dem Ei, 50 g vorgeschmolzener Butter, eine gute Prise Salz und dem Quark verrühren. Das geht von Hand mit einer einfachen Gabel. Den Teig etwa eine Stunde ruhen lassen.

Die Aprikosen halb anschneiden, den Kern entfernen, einen Zuckerwürfel einlegen und die Frucht schließen. Bei kleineren Früchten einfach ein wenig losen Zucker hineingeben.

Leicht gesalzenes Wasser in einem breiten Topf zum Kochen bringen.

Den Teig auf einer gut bemehlten Unterlage ausrollen und in 8 bzw. 10 Rechtecke schneiden. Jeweils eine Aprikose „einpacken“ und in den immer gut bemehlten Händen mit sanftem Druck Kugeln formen.

Die Knödel vorsichtig in das kochende Wasser heben und auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach einer Minute nachschauen, ob die Knödel sich nicht am Topfboden festgesetzt haben, notfalls vorsichtig lösen.

Weitere 50 g Butter in einer Pfanne schmelzen und 40 g Zucker hinzugeben. Dies leicht karamellisieren lassen, dann rasch unter ständigem Rühren die Semmelbrösel dazu geben. Achtung, Anbrenngefahr. Wenn dies eine leichte Bräune aufweist beiseite stellen.

Nach etwa 12 bis 15 Minuten die Knödel aus dem Wasser nehmen, auf Teller legen und sie kurz abdampfen lassen. Die gezuckerten Semmelbrösel darüber streuen.

Zum Verzehr die Knödel zunächst vorsichtig mit der Gabel teilen, es besteht Spritzgefahr durch die Saftbildung im Innern. Außerdem eine Minute gedulden, damit die sehr heißen Aprikosen leicht abkühlen. Guten Appetit!

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